Das Rezept für Krumme Krapfen von Maister Hannsen, des von Wirtenberg Koch (ca. um 1450)
Dieses Kräuterhuhn mit Honigkruste ist ein wahres Fest für die Sinne. Die knusprige Haut des Huhns ist mit einem verlockenden Glanz aus goldbraunem Honig überzogen, der den Gaumen sofort anspricht. Die Kombination aus süßem Honig und den pikanten, frischen Kräutern, die das Huhn umhüllen, verleiht diesem Gericht eine außergewöhnliche Geschmackstiefe.
Diese Speise ist in der Kategorie da Fastenspeisen anzusiedeln, was bedeutet, dass man das Gericht z.B. in der Fastenzeit vor Ostern gerne kochen und essen darf. Im Mittelal- ter gab es übrigens ein paar Fastentage mehr bis zu 135 Fastentage in einem Jahr. Dies bedeutet, man durfte kein Fleisch zu sich nehmen. Deshalb erklärte man beispielsweise auch den Biber zum Fisch, damit mehr Abwechslung auf den Tellern herrschte.
Die nächste Speise stammt aus dem von Caelius Apicius verfassten römi- schen Kochbuch „De re coquinaria“, was übersetzt so viel heißt, wie „über die Kochkunst“. Es zählt zu den ältesten erhaltenen Kochbüchern der römischen Antike.
Würzwein im Mittelalter auch Hypokras genannt, bezeichnet einen mit verschiedensten Gewürzen und Honig verfeinerten Rotwein. (Gewürzte Weine die mit Weißwein zubereitet wurden nannte man „Claret“). Da Gewürze im Mittelalter sehr teuer waren, kamen meist nur der Adel und der Klerus in den Genuss von Hypokras.
Folgendes Rezept stammt aus einem der ersten deutschsprachigen Kochbücher („bouch von gouter spîse“) aus dem Jahr 1355.